Grifte In der Dezember-Sitzung
wurde von der Gemeindevertretung eine zukunftsweisende Entwicklung für die
Gemeinde Edermünde ins Rollen gebracht. Es wurde der Vorentwurf des Flächennutzungsplanes und des Bebauungsplanes für den Bereich “Die Binde” beschlossen. Das hört sich erstmal sehr bürokratisch an. Wenn man aber dies
im Zusammenhang mit der Ansiedlung einer neuen Einkaufsmöglichkeit für Edermünder Bürger in Form eines Lebensmitteldiscouters (ALDI), eines “Vollsortimenters” (REWE) und eines Getränkemarktes bringt, steht das trockene
“Amtsdeutsch” schon in einem ganz anderen Licht da. Wir begrüßen dies und halten das für einen wichtigen Schritt, die Einkaufsmöglichkeiten für die Edermünder Bürger wesentlich zu verbessern.
Große Bedenken
allerdings hat die FWG bei der geplanten Verkehrs-Lösung. Aus Richtung Grifte kommend in das Gebiet einzufahren wird sicherlich kein Problem darstellen, ebenso nicht aus der Gegenrichtung, unterstützt durch eine
Linksabbieger-Spur. Aber wer erstmal dort eingebogen ist muß irgendwann auch mal wieder raus. Und da liegt genau das Problem. Es wurde berechnet, daß es am Tag 2000 Verkehrsbewegungen geben wird. Das bedeutet, daß
2000 Mal am Tag ein hochriskantes Verkehrsmanöver stattfindet. Bürgermeister
Färber erklärte in der Dezember-Sitzung, daß für eine Kreisellösung, auch bedingt durch den nahen Pilgerbach, der notwendige Platz nicht zur Verfügung stehen würde. Die FWG hat in der Sitzung dringend auf eine Verbesserung der Einbiegung in
Richtung Grifte hingewiesen. Die Straßenverkehrsbehörde hat bisher lediglich von Guxhagen kommend eine Linksabbiegerspur vorgesehen. Von daher müssen sich
die Verkehrsteilnehmer in den fließenden Verkehr, der mit mit Tempo 70 vorbeirollen sollte (Wunsch und Wirklichkeit!!), einreihen. Eine fast unmögliche Situation, wie man sich jetzt schon ausmalen kann. |
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Der Meinung von Bürgermeister Färber, daß die gleiche Situation auch innerhalb von Grifte in der Haldorfer Straße bestehen würde, kann sich
die FWG nicht anschließen. Erst ens ist das innerhalb der Ortslage (Tempo 50) und zweitens handelt es sich um
einen geraden Straßenverlauf, in den man einbiegen muß. Dies ist im neuen Gewerbegebiet nicht der Fall, hier kommt man aus der “Innenkurve” und muß auf die Außenspur. Der nächste Unfall ist quasi schon im Plan
eingezeichnet.
Weder im Sitzungsprotokoll der Dezember-Sitzung noch im Bericht über die Gemeindevertreter- Sitzung in “Neues aus Edermünde” wurden die Bedenken der FWG erwähnt.
Am 16. Januar 2001 fand zu dieser Planung eine Bürgerversammlung statt, die gut besucht war. Anfänglich sprach sich Bürgermeister Färber noch für die
Linksabbiegerspur aus. Allerdings kamen von den anwesenden Bürgern schwere Bedenken gegen die geplante Verkehrsführung. Herr Färber sicherte zu, nochmals
mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu treten, um eine bessere Verkehrslösung zu erwirken. Das Protokoll zu dieser Bürgerversammlung wurde der
FWG erst nach Anforderung zugestellt und nicht, wie sonst üblich, im “Neues aus Edermünde” veröffentlicht. Überraschend ist allerdings, daß keinerlei Redebeitrag
der anwesenden Bürger zu diesem Punkt im Protokoll wiedergegeben worden ist. Verwundert war deshalb die FWG, den Redebeitrag eines Bürgers in den
Stellungnahmen zum Bebauungsplan wiederzufinden. Dieser Beitrag wurde als “Auszug aus der Niederschrift der Bürgerversammlung” eingebracht. Plötzlich
wurde am 03. März 2001 ein völlig überarbeitetes Protokoll den Gemeindevertretern zugeschickt, in dem alle Redebeiträge der anwesenden Bürger wiederzufinden sind.
Dem Ganzen hat dann noch die Grifter SPD in ihrer Wahlkampfbroschüre mit Ihrer Darstellung die Krone aufgesetzt. Hier wird jetzt plötzlich die Kreisellösung als die
beste Verkehrsanbindung gelobt. Wir freuen uns über diese Feststellung. Die Idee der Kreisellösung stamm allerdings nicht von der SPD. Stellt sich nur die Frage,
warum der Planer, der ja in der Grifter-SPD eine bedeutende Position einnimmt, den Kreisel in seinen bisher vorgelegten Zeichnungen “vergessen” hat. Die erste
Zeichnung dazu wurde von der FWG in der Gemeindevertreter-Sitzung im Januar vorgestellt. Bisher ist in keinem vorliegenden Protokoll eine Aussage eines Grifter Mandatsträgers zur Verkehrsanbindung festgehalten.
Gerade solche Stilblüten zeigen, wie wichtig eine ordnunggemäße Führung der Versammlungs-Protokolle ist, damit später keiner der Beteiligten an
Wahrnehmungsstörungen leidet. Deswegen wird sich die FWG auch in Zukunft mehr denn je um die ordnungsgemäße Führung der Protokolle bemühen.
Und er paßt doch.....
In der
Gemeindevertreter-Sitzung am 05. Februar 2001 wurde von der FWG eine Karte des betroffenen Gebietes mit einem maßstäblich
dargestellten Kreisverkehrs vorgestellt. Das Argument von Herrn Bürgermeister Färber, daß dort kein Platz für einen Kreisverkehr wäre, ist somit nicht mehr aufrecht zu erhalten.
Nach wie vor ist für die FWG die Einrichtung eines Kreisverkehrs die sicherste Methode, mit dem zu erwartenden Verkehr fertig zu werden. Die Anbindung der
Anwohner des Aueweges wäre zwangsläufig mitgelöst und Grifte hätte ganz nebenbei eine hervorragende Verkehrsberuhigung am Ortseingang . |
Kommt er oder kommt er nicht? Ein gutes Stück näher sind die neuen Märkte durch die Gemeindevertreter-Versammlung am 30.03.2001 gerückt. In dieser Sitzung wurden die vorliegenden Anregungen zum Bebauungsplan
beraten und schließlich der Entwurf des Bebauungsplanes beschlossen. Ein gutes Stück näher an einen eventuellen Kreisverkehr für die brisante Verkehrssituation scheint man auch gerückt zu sein, nachdem auch der
Gemeindevorstand eine Kreisellösung befürwortet. |
Bürgerversammlung am 11.09.2001 Am 11.09.2001 fand im Gasthaus Werner in Grifte eine Bürgerversammlung zur Errichtung des Kreisverkehrs statt. In der gut besuchten Veranstaltung wurde von Herrn Bürgermeister
Färber der Plan zur Errichtung des Kreisverkehrs vorgestellt und erläutert. Es entwickelte sich daraus eine rege Diskussion unter den Anwesenden. Es ist geplant, den Kreisverkehr mit einer Mitteldurchfahrt zu
versehen. Diese Durchfahrt ist durch Hindernisse gesichert, die eine spontane Benutzung unmöglich machen. Vielmehr soll diese Durchfahrt für breite und/oder lange Fahrzeuge die Benutzung ermöglichen. Weiterhin ist eine
Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer
vom Gewerbegebiet in Richtung Aueweg vorgesehen. Für die zügige Errichtung ist ein Planfreistellungsverfahren vorgesehen, das die Planungszeit zum sonst üblichen Planfeststellungsverfahren wesentlich verkürzt. Herr Färber sprach die Hoffnung aus, daß der Kreisel mit der Eröffnung der beiden Märkte, die für Anfang Dezember (1. Hälfte Dezember) vorgesehen ist, fertiggestellt werden kann. Verständlicherweise ist in der Bauphase mit Behinderungen zu rechnen.
Die FWG freut sich darüber, daß sich eine vernünfte Verkehrsregelung bei den Planern durchsetzen konnte. |
Verzögerungen bei der Planung des Kreisels
Unerwartete Verzögerungen sind bei der Planung des Kreisels aufgetreten. Nachdem der Kreisel mit einer Mitteldurchfahrt für den Schwerlastverkehr geplant und ausgeschieben
war, kamen von der zuständigen Genehmigungsbehörde in Wiesbaden schwerwiegende Bedenken gegen diesen Kreisel. Man fürchtete, daß es bei Nichtbeachtung der Bedarfs-Durchfahrt zu schweren Unfällen kommen wird und hat die
Durchführung des Kreisels so nicht genehmigt. Dadurch war es unmöglich, rechtzeitig zur Eröffnung der beiden Märkten den Kreisel fertiggestellt zu haben. Da die Geschäftsleitung beider Märkte darum bat, während der
Eröffnungsphase von den Baumaßnahmen des Kreisels Abstand zu nehmen, haben sich erhebliche zeitliche Verzögerungen ergeben. |
Baubeginn in Sicht Zwischenzeitlich wurde der Auftrag zum Bau des Kreisels vergeben. Der Baubeginn ist der 04. März 2002, die
Bauzeit dauert voraussichtlich bis 18. April 2002. |
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Holzhausen In der Gemeindevertretersitzung am 29.3.2001
hat die FWG-Edermünde dem Entwurf des Bebauungsplanes zum geplanten Gewerbegebiet gegenüber Ratio zugestimmt, weil auch wir die Ausweisung dieses Gewerbegebietes begrüßen. Gegen die geplante provisorische Erschließung haben wir dabei allerdings erhebliche Bedenken, die bei der Erstellung des endgültigen Bebauungsplanes berücksichtigt werden müssen. Die SPD-Fraktion vertrat den Standpunkt, dass man das Gewerbegebiet möglichst schnell ausweisen muss damit die Interessenten nicht weglaufen. Eine bessere Erschließung könne man dann hinterher noch überlegen.
Wir meinen, dass Flächen nicht vermehrbar sind und daher nicht leichtfertig und unausgereift für folgende Generationen verplant werden dürfen. Eine
gesicherte sinnvolle Erschließung muss daher Vorraussetzung sein. Folgende Bedenken und Verbesserungsvorschläge haben wir in der genannten Sitzung vorgetragen:

Die derzeit im Entwurf des Bebauungsplan vorgesehene Anbindung des Gewerbegebietes (gegenüber Ratio) an das vorhandene Straßennetz ist ungenügend.
Deutliche Nachteile für das Gewerbegebiet durch die derzeit vorgesehenen Erschließung:
Keine direkte Anbindung an die A 49
Anbindungen an vorhandene Landesstraße nur über teure Ampelanlage möglich
Provisorische Zufahrt unter A 49 durch Wirtschaftswege-Unterführung nur im Einbahnverkehr mit teurer Ampelanlage
Gefährliche Einmündung der zweiten Zufahrt (zwischen Ratio und Grifte in einer unübersichtlichen Innenkurve
Einschränkende Auflagen im RROP wegen befürchteter Überlastung des vorhandenen Straßennetzes
Trotzdem nicht vermeidbare zusätzliche Belastung der Ortslage von Hertingshausen durch zusätzliches Verkehrsaufkommen
Eine leistungsfähigere Lösung würde die Attraktivität des neuen Gewerbegebietes für Investoren erhöhen. Die bereits im Raumordnungsverfahren gemachten
Einschränkungen könnten dann sicher zurückgenommen werden, was die langfristige Perspektive des Gebietes erheblich verbessern würde. Eine Ausweisung und Bebauung des geplanten Bereiches nach dem jetzigen Plan würde
für Edermünde eine äußerst vorteilhafte Erschließungslösungen für alle Zeiten ausschließen.
Die FWG Edermünde sieht in folgender Variante die günstigste Lösung:
Der Anschluß Baunatal-Süd an die A 49 muss so
umgebaut werden, dass der aus Richtung Kassel kommende Verkehr (Hauptanteil des Zielverkehrs Ratio) nicht mehr durch Hertingshausen geführt wird, sondern nach der Abfahrt zunächst Richtung Süden, dann über die
A 49, durch das geplante Gewerbegebiet von Edermünde direkt auf die vorhandene “Ratiokreuzung”. Dort könnten die Verkehrsströme über einen Kreisverkehr
miteinander verknüpft werden. Das Gewerbegebiet könnte dann ohne Probleme an diesen Zubringer angeschlossen werden.
Deutliche Vorteile dieser Lösung für Edermünde:
Optimale leistungsfähige Anbindung direkt an A 49 und übriges Straßennetz
Erheblich höhere Attraktivität des Gewerbegebietes für Investoren, dadurch letztendlich auch mehr Arbeitsplätze
Möglichkeiten der späteren Erweiterung wegen höherer Leistungsfähigkeit der Erschließung
Geringere Kosten, da Umbau des vorhandenen Netzes wegen übergeordneten Interessen (Entschärfung bereits vorhandener Problempunkte) Bund, Land und Kreis als Kostenträger mit einbindet.
Dies gilt auch bezüglich der späteren Unterhaltung.
Erhaltung der vorhandenen Anbindung Holzhausen an die A 49.
Gleichzeitige Vorteile für Baunatal:
Ganz erhebliche Entlastung der Ortslage von Hertingshausen, da diese Lösung zusammen mit der Rudolf-Diesel-Straße eine Umgehungsstrasse in Richtung Großenritte bildet.
Vorteile insbesondere für die A49:
Der vorhandene Anschluss Baunatal – Süd genügt zur Zeit keinesfalls dem Standard der Richtlinien. Wegen zu kurzer Aufstelllängen und hoher Auslastung
(Überlastung) des Knotenpunktes kommt es vor der Ampelanlage in Hertingshausen immer wieder zu Rückstau bis auf die A 49 und damit zu einer Gefährdung des
fließenden Verkehrs. Der beschriebene Umbau kann dieses Problem lösen.
Die beschriebene Variante ist im Vergleich zu anderen denkbaren “Endlösungen” vermutlich die kostengünstigste.
Die Überlastungsprobleme im Bereich Anschlussstelle Baunatal – Süd sind dem Straßenbaulastträger sicher bekannt. Mittelfristig ist hier, auch unabhängig von der
geplanten Ausweisung des Gewerbegebietes Edermünde, eine Änderung notwendig.
Alternative Lösungen hätten (für Edermünde) folgende Nachteile:
Nachteile einer Verlegung der Anschlussstelle Baunatal Süd in Richtung Norden
Eine Erschließung für das geplante Gewerbegebiet wäre damit nicht gegeben.
Es wäre sicher mit erheblichen Widerständen der dann neu betroffenen Bürger zu rechnen.
Nachteile einer Zusammenlegung der Anschlussstellen Baunatal – Süd und Holzhausen:
Die vorhandene günstige Erschließung des Gewerbegebietes Holzhausen könnte sich verschlechtern.
Edermünde hätte nur noch einen Anschluss an die Autobahn.
In Holzhausen wären Siedlungsbereiche neu betroffen, die erst kürzlich durch Lärmschutzmaßnahmen entlastet wurden. (Kommentar der SPD-Fraktion: “Da entwickeln sie Horrorszenarien....”
( stimmt Herr Rudolph, das sehen später gegebenenfalls die davon betroffenen Bürger von Holzhausen sicher auch so!)
Verkehrlich besteht die Schwierigkeit, die Ein- und Ausfädelungsspuren von Aral-Tankstelle und Abfahrt der A 49 bezüglich der erforderlichen
Entwicklungslängen zu kombinieren was bedeutet, dass eine solche Anschlussstelle dann noch näher an Holzhausen rückt.
Wenn vor Ausweisung und Bebauung des geplanten Gewerbegebietes die Erschließung nicht zu Ende gedacht wird, besteht größte Gefahr, dass eine
optimale Lösungsmöglichkeit für immer verbaut wird. Die FWG-Edermünde hält es daher für unbedingt erforderlich, dass zusammen mit Baunatal (trotz aller Vorbehalte), den Landkreisen und der Straßenbauverwaltung ernsthaft
nach einer Lösung gesucht wird, bevor irgendeine Möglichkeit verbaut wird. |
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